哲学杂志철학 학술지哲学のジャーナルEast Asian
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Publication details

Publisher: Verlag für Sozialwissenschaften

Place: Wiesbaden

Year: 2003

Pages: 464-483

ISBN (Hardback): 9783322897886

Full citation:

Knud Andresen, "Antijüdische Aktionen der Neuen Linken 1969/70 und jüdische Reaktionen", in: Lebendige Sozialgeschichte, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 2003

Abstract

Die Neue Linke,1 die sich aus der Studierendenrevolte Ende der sechziger Jahre entwickelt hat, war durch eine antiisraelische Grundhaltung gekennzeichnet. Die Gründe für den augenfälligen Antizionismus, der ab 1967/68 in der Neuen Linken eine hegemoniale Stellung erreichte, werden unterschiedlich diskutiert. Von der scharfen Verurteilung eines Antisemitismus, der sich hinter dem Antizionismus verberge,2 bis zur Betonung der internationalen, daher nicht genuin deutschen Verbreitung des Antizionismus in der Linken zu jener Zeit reicht die Spannbreite der Erklärungen. Weitgehend unstrittig ist, dass sich hinter dem Antizionismus häufig antisemitische und antijüdische Einstellungen und Codes verbergen.3 Thomas Haury (* 1959) spricht von dem "antiimperialistischen Weltbild", welches in der Neuen Linken der siebziger Jahre vorherrschte. Dies sei in seiner Grundstruktur manichäisch und neige zu einer verkürzten Kapitalismuskritik, in dessen Zentrum allein das Finanzkapital stehe und das daher Anschlussflächen für Antisemitismen schaffe, da es häufig mit Juden in Verbindung gebracht werde.4

Publication details

Publisher: Verlag für Sozialwissenschaften

Place: Wiesbaden

Year: 2003

Pages: 464-483

ISBN (Hardback): 9783322897886

Full citation:

Knud Andresen, "Antijüdische Aktionen der Neuen Linken 1969/70 und jüdische Reaktionen", in: Lebendige Sozialgeschichte, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 2003