哲学杂志철학 학술지哲学のジャーナルEast Asian
Journal of
Philosophy

Home > Edited Book > Contribution

Publication details

Publisher: Verlag für Sozialwissenschaften

Place: Wiesbaden

Year: 2003

Pages: 305-329

ISBN (Hardback): 9783322897886

Full citation:

Peter-Christian Witt, "Wahlrecht und Politische Stabilität", in: Lebendige Sozialgeschichte, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 2003

Abstract

Die Geschichte des Wahlrechts ist eine Geschichte der Abstufungen von Ungleichheit. Welches Wahlsystem im europäischen Raum oder Nordamerika wir auch in seiner historischen Entwicklung betrachten, überall finden wir, dass die Zulassung zum aktiven und passiven Wahlrecht durch mehr oder minder hohe Barrieren behindert worden ist, dass die — für unsere Zwecke geschlechtsneutral gehaltene — Formel "one person — one vote" sich in der sozialen Realität nirgendwo durchgesetzt hat und bis zum heutigen Tage auch nirgendwo in dem Sinne durchgesetzt hat, dass das Gewicht jeder Stimme beim Wahlakt für die Zusammensetzung parlamentarischer Körperschaften von wenigstens annähernd gleicher Bedeutung wäre. Die Einführung des gleichen und geheimen Wahlrechts, das nur noch an die Erreichung einer bestimmten Altersgrenze, nicht mehr aber an Vermögens-, Einkommens-, Bildungsqualifikationen oder an eine Kombination aus diesen oder gar an eine Geschlechtsqualifikation gebunden war, hat zwar einige der offensichtlichen Faktoren von Ungleichheit im Wahlrecht beseitigt, aber keineswegs alle.

Publication details

Publisher: Verlag für Sozialwissenschaften

Place: Wiesbaden

Year: 2003

Pages: 305-329

ISBN (Hardback): 9783322897886

Full citation:

Peter-Christian Witt, "Wahlrecht und Politische Stabilität", in: Lebendige Sozialgeschichte, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 2003