
Publication details
Publisher: Verlag für Sozialwissenschaften
Place: Wiesbaden
Year: 2003
Pages: 305-329
ISBN (Hardback): 9783322897886
Full citation:
, "Wahlrecht und Politische Stabilität", in: Lebendige Sozialgeschichte, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 2003


Wahlrecht und Politische Stabilität
pp. 305-329
in: Rainer Hering, Rainer Nicolaysen (eds), Lebendige Sozialgeschichte, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 2003Abstract
Die Geschichte des Wahlrechts ist eine Geschichte der Abstufungen von Ungleichheit. Welches Wahlsystem im europäischen Raum oder Nordamerika wir auch in seiner historischen Entwicklung betrachten, überall finden wir, dass die Zulassung zum aktiven und passiven Wahlrecht durch mehr oder minder hohe Barrieren behindert worden ist, dass die — für unsere Zwecke geschlechtsneutral gehaltene — Formel "one person — one vote" sich in der sozialen Realität nirgendwo durchgesetzt hat und bis zum heutigen Tage auch nirgendwo in dem Sinne durchgesetzt hat, dass das Gewicht jeder Stimme beim Wahlakt für die Zusammensetzung parlamentarischer Körperschaften von wenigstens annähernd gleicher Bedeutung wäre. Die Einführung des gleichen und geheimen Wahlrechts, das nur noch an die Erreichung einer bestimmten Altersgrenze, nicht mehr aber an Vermögens-, Einkommens-, Bildungsqualifikationen oder an eine Kombination aus diesen oder gar an eine Geschlechtsqualifikation gebunden war, hat zwar einige der offensichtlichen Faktoren von Ungleichheit im Wahlrecht beseitigt, aber keineswegs alle.
Publication details
Publisher: Verlag für Sozialwissenschaften
Place: Wiesbaden
Year: 2003
Pages: 305-329
ISBN (Hardback): 9783322897886
Full citation:
, "Wahlrecht und Politische Stabilität", in: Lebendige Sozialgeschichte, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 2003